Infoservice aus der Welt zwischen zwei Sprachen für unsere Kunden

Sprachen in der belgischen Hauptstadt

Mittwoch, 22. 6. 2005| Radim Sochorek| Dauerlink | Kategorie: Welt der Sprachen
Radim Sochorek
Während in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Brüssel noch je eine Hälfte der Bevölkerung Niederländisch und Französisch sprach, hat sich die Sprachlandschaft seitdem sehr stark verändert.

Hauptstadtregion Brüssel
(Region de Bruxelles Capitale/Brussels Hoofdstedelijk Gewest)

Hauptstadtregion Brüssel

- Zusammenschluss von Brüssel-Stadt und 18 benachbarten Gemeinden
- 161 km2
- 1 Mio. Einwohner
- offiziell zweisprachig: Französisch, Niederländisch

Der Anteil der Niederländischsprachigen ist mittlerweile auf heutige 20 % gesunken. Die restlichen 80 % sind jedoch nicht vollständig auf die französischsprachige Bevölkerung verteilt. Die Gruppe der gebürtigen französischsprachigen Brüsseler macht, einschließlich der französisierten Flamen, nur 45 % der Population der Region Brüssel-Hauptstadt aus. Der Rest setzt sich aus Einwanderern und EU-Bürgern zusammen.
In einigen Vierteln wird das Stadtbild von Nordafrikanern und Türken geprägt, von denen viele während der 70er und 80er Jahre zugewandert sind (zusammen rund 15 %). Die in Brüssel lebenden EU-Bürger machen 15 % der Bevölkerung aus.

Viele Einwanderer haben sich für das Französische als Umgangssprache entschieden - zum einen, weil es die meistgesprochene Sprache war, zum anderen, weil viele aus ehemaligen französischen Kolonien stammten. Es wird angenommen, dass 35 % Brüsseler - eingebürgerte Ausländer eingeschlossen - nichteuropäischer Herkunft sind.


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