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Österreichisches Deutsch kämpft gegen das Image der Zweitklassigkeit

Samstag, 3. 2. 2007| Radim Sochorek| Dauerlink | Kategorie: Welt der Sprachen
Radim Sochorek
Das österreichische Deutsch hat im Ausland mit Image-Problemen zu kämpfen. Wie sich aus einer Studie unter 130 Deutschlehrern und 800 Studenten an britischen, französischen, tschechischen und ungarischen Universitäten ergab, wird das österreichische Deutsch fälschlicherweise als Dialekt wahrgenommen. Es wird für zweitklassig, altmodisch oder gar fehlerhaft gehalten.

Beispiele österreichischer Begriffe
(österreichisch - binnendeutsch)

Karfiol - Blumenkohl

Marille - Aprikose

Matura - Abitur

Paradeiser - Tomate

Sackerl - Tüte

Semmel - Brötchen

ich bin gestanden - ich habe gestanden

Tuchent - Federbett

auf etw. vergessen - etw. vergessen



Wenn ausländische Studierende in ihren schriftlichen Arbeiten Austriazismen verwenden, werden diese häufig als Fehler korrigiert, binnendeutsche Begriffe gelten dagegen als Standard.

Für die Lösung des Problems werden Marketingmaßnahmen vorgeschlagen wie die Herausgabe eines großen österreichischen Wörterbuchs mitsamt Aussprachehinweisen sowie Aufmerksamkeit dieser Thematik beim Unterricht von zukünftigen Deutschlehrern an österreichischen Universitäten, denen die Problematik oft unbekannt ist.

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Der Informationsservice aus der Welt zwischen zwei Sprachen wird seit 2005 in deutscher und tschechischer Mutation vom professionellen Dolmetscher und Übersetzer Radim Sochorek aus Ostrava (dolmetscher-ostrava.eu) für seine Kunden herausgegeben.

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