Elektronischer Dolmetscher hat noch einen weiten Weg vor sich
Dienstag, 3. 4. 2007| Radim Sochorek| Dauerlink | Kategorie: Übersetzungswelt
Radim Sochorek
Das internationale Projekt TC-STAR (Technology and Corpora for Speech to Speech Translation), das Ende März in Aachen zu Ende ging, wurde Fragen der elektronischer Verdolmetschung des gesprochenen Wortes gewidmet.
TC-STAR begrenzte seinen Fokus auf das Übersetzen und Dolmetschen zwischen dem Englischen, Spanischen und Chinesischen. Ohne Begrenzung hingegen sollten die möglichen Themen der übersetzten und gedolmetschten Informationen sein. Das System wurde beispielsweise in Debatten des Europäischen Parlaments getestet, bei einem sehr breiten Themenumfang.
Auf dem Weg zum elektronischen Dolmetscher sind mittlerweile hoffnungsvolle Fortschritte in der ersten und dritten Etappe erzielt worden: Diktatsoftware etwa oder Sprachbedienung beim Telebanking finden heutzutage mit akzeptablen Ergebnissen Anwendung in der Praxis. Auch synthetische Sprachausgabe wird heute ohne wesentlichere Probleme eingesetzt.
Den weitesten Weg haben die Forscher noch im Bereich der Maschinenübersetzung vor sich. Die Auffassung von TC-STAR unterscheidet sich dabei vom bisherigen Ansatz, bei dem ins Übersetzungssystem grammatische und syntaktische Regeln einprogrammiert wurden, wonach dann die Software mehr oder weniger erfolgreich arbeitete: hier wird das System zunächst mit den Daten der Originaldokumente und Übersetzungen "gefüttert" und arbeitet im Weiteren mit diesen parallelen Textkorpora aufgrund von Wahrscheinlichkeitsberechnungen. Der Vorteil dieses statistischen Ansatzes besteht darin, dass der Computer ständig im Alleingang seinen Übersetzungsstil verbessert.
Die Ergebnisse der Maschinenübersetzung sind bisher nicht allzu glänzend, sie hängen von der Sprachkombination oder Textkomplexität ab. Eine Fehlerquote von 15 % wird bereits für befriedigend gehalten. Das zumindest reicht für ein grobes Textverständnis aus, ersetzt jedoch in absehbarer Zeit keineswegs einen qualifizierten Übersetzer.
Am dreijährigen Projekt haben sich 12 Partner aus den EU-Staaten, den USA, Japan und China beteiligt.
TC-STAR begrenzte seinen Fokus auf das Übersetzen und Dolmetschen zwischen dem Englischen, Spanischen und Chinesischen. Ohne Begrenzung hingegen sollten die möglichen Themen der übersetzten und gedolmetschten Informationen sein. Das System wurde beispielsweise in Debatten des Europäischen Parlaments getestet, bei einem sehr breiten Themenumfang.
Technologie des elektronischen Simultandolmetschers - Schritte
1. Spracherkennung und Verschriftung der Informationen
2. Maschinenübersetzung
3. Sprachausgabe der Übersetzung
1. Spracherkennung und Verschriftung der Informationen
2. Maschinenübersetzung
3. Sprachausgabe der Übersetzung
Auf dem Weg zum elektronischen Dolmetscher sind mittlerweile hoffnungsvolle Fortschritte in der ersten und dritten Etappe erzielt worden: Diktatsoftware etwa oder Sprachbedienung beim Telebanking finden heutzutage mit akzeptablen Ergebnissen Anwendung in der Praxis. Auch synthetische Sprachausgabe wird heute ohne wesentlichere Probleme eingesetzt.
Den weitesten Weg haben die Forscher noch im Bereich der Maschinenübersetzung vor sich. Die Auffassung von TC-STAR unterscheidet sich dabei vom bisherigen Ansatz, bei dem ins Übersetzungssystem grammatische und syntaktische Regeln einprogrammiert wurden, wonach dann die Software mehr oder weniger erfolgreich arbeitete: hier wird das System zunächst mit den Daten der Originaldokumente und Übersetzungen "gefüttert" und arbeitet im Weiteren mit diesen parallelen Textkorpora aufgrund von Wahrscheinlichkeitsberechnungen. Der Vorteil dieses statistischen Ansatzes besteht darin, dass der Computer ständig im Alleingang seinen Übersetzungsstil verbessert.
Die Ergebnisse der Maschinenübersetzung sind bisher nicht allzu glänzend, sie hängen von der Sprachkombination oder Textkomplexität ab. Eine Fehlerquote von 15 % wird bereits für befriedigend gehalten. Das zumindest reicht für ein grobes Textverständnis aus, ersetzt jedoch in absehbarer Zeit keineswegs einen qualifizierten Übersetzer.
Am dreijährigen Projekt haben sich 12 Partner aus den EU-Staaten, den USA, Japan und China beteiligt.
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