Quebec feiert 30 Jahre des Sprachgesetzes
Mittwoch, 29. 8. 2007| Radim Sochorek| Dauerlink | Kategorie: Welt der Sprachen
Radim Sochorek
Québec ist die einzige kanadische Provinz, deren einzige Amtssprache seit der Einführung des Gesetzes 101 am 26. August 1977 Französisch ist. Zu diesem Anlass fand am Sonntag in Montreal eine Großveranstaltung statt.
Das Ziel der bereits seit den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in der einstigen zweisprachigen Provinz durchgesetzten Sprachpolitik war es, die Abwertung des Französischen zur Zweit- oder Kreolsprache zu verhindern.
Im Gesetz 101 wurde festgelegt, dass das Französische in der Provinz die einzige Sprache der Kommunikation in der Verwaltung, im öffentlichen Leben, Handel und Schulunterricht ist, mit der Wahrung der Rechte der sprachlichen Minderheiten.
In der Praxis hat sich dieser Anspruch auch großflächig erfüllt.
Trotz des Programms der konsequenten Französisierung auch in Privatunternehmen mit über 50 Mitarbeitern besteht dennoch seit den 90er Jahren im Arbeitssektor die Tendenz zur Zweisprachigkeit, im Bereich der neuen Technologien können auch Firmen gefunden werden, in denen nur Englisch gesprochen wird.
Die regionale Hochsprache in Québec unterscheidet sich im Großen und Ganzen nur geringfügig vom Standardfranzösischen, was ebenfalls auf die Sprachpolitik zurückzuführen ist:
In der Lexik wurden zum einen im verstärkten Maß Wörter aus dem Englischen übernommen (canceller - stornieren - im Standardfranzösischen annuller), und zum anderen wurden zahlreichen Neologismen für die Bezeichnung von Objekten gebildet, für die es im Französischen keine entsprechende Bezeichnung gegeben hatte (courriel für E-Mail). Der Akzent im Québecer Französisch gilt in der frankophonen Welt als typisch und daher leicht identifizierbar.
Französisch sprechende Bevölkerung in Ontario
Das Ziel der bereits seit den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in der einstigen zweisprachigen Provinz durchgesetzten Sprachpolitik war es, die Abwertung des Französischen zur Zweit- oder Kreolsprache zu verhindern. Im Gesetz 101 wurde festgelegt, dass das Französische in der Provinz die einzige Sprache der Kommunikation in der Verwaltung, im öffentlichen Leben, Handel und Schulunterricht ist, mit der Wahrung der Rechte der sprachlichen Minderheiten.
In der Praxis hat sich dieser Anspruch auch großflächig erfüllt.
Trotz des Programms der konsequenten Französisierung auch in Privatunternehmen mit über 50 Mitarbeitern besteht dennoch seit den 90er Jahren im Arbeitssektor die Tendenz zur Zweisprachigkeit, im Bereich der neuen Technologien können auch Firmen gefunden werden, in denen nur Englisch gesprochen wird.
Bevölkerungszusammensetzung in Québec nach Sprachen
82,0 % - Französisch
7,9 % - Englisch
10,1 % - andere Sprachen (Italienisch 5,2 %, Spanisch 2,3 %, Arabisch 1,9 %)
82,0 % - Französisch
7,9 % - Englisch
10,1 % - andere Sprachen (Italienisch 5,2 %, Spanisch 2,3 %, Arabisch 1,9 %)
Die regionale Hochsprache in Québec unterscheidet sich im Großen und Ganzen nur geringfügig vom Standardfranzösischen, was ebenfalls auf die Sprachpolitik zurückzuführen ist:
In der Lexik wurden zum einen im verstärkten Maß Wörter aus dem Englischen übernommen (canceller - stornieren - im Standardfranzösischen annuller), und zum anderen wurden zahlreichen Neologismen für die Bezeichnung von Objekten gebildet, für die es im Französischen keine entsprechende Bezeichnung gegeben hatte (courriel für E-Mail). Der Akzent im Québecer Französisch gilt in der frankophonen Welt als typisch und daher leicht identifizierbar.
Quelle: CTV: Que. sovereigntists rally on Bill 101 anniversary
Wikipedia.fr
Office québécois de la langue française: Charte de la langue française (Loi 101)
Foto: Dtaw2001
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Office québécois de la langue française: Charte de la langue française (Loi 101)
Foto: Dtaw2001
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