Wort des Jahres 2009 in Österreich: Audimaxismus
Donnerstag, 10. 12. 2009| Radim Sochorek| Dauerlink | Kategorie: Welt der Sprachen
Radim Sochorek
Die Jury entschied über die diesjährigen österrichischen Wörter des Jahres. Zum Sieger gekürt wurde das Wort Audimaxismus, das sich auf die gegenwärtige Studentenprotestbewegung bezieht, dessen erste Aktion die Besetzung des größten Vorlesungssaals in Wien Auditorium Maximum war.
Ein 'Kuschelkurs' politischer Parteien ist wohl ein typisch österreichisches Phänomen, auf jeden Fall wurde es zum einen der Wörter des zu Ende gehenden Jahres in Österreich gewählt. Die Unschuldsvermutung wurde zur Vorlage für eine Neubildung, die mit der Bezeichnung für einen unappetitilichen Menschen (Ungustl) gekreutzt wurde.
'Analogkäse' wurde zum Unwort gewählt, da es als Käse etwas bezeichnet, was gar kein Käse ist. Der 'Exiljude' war ein Begriff, der während der Wahlkampagne missbraucht wurde. Er verbindet zusammen zwei Wörter, die bei bestimmten Teilen der Bevölkerung negative Assoziationen hervorrufen. Automatische Verbindung der Kriminalität und der (fremden) Herkunft steht hinter der Zusammensetzung 'Herkunftskriminalität'.
'Reiche Eltern für alle!' wünschte ein während der Studentenproteste aufgehängtes Spruchband, anspielend dabei an die begrenzte Erreichbarkeit der Bildung für die niedrigen Einkommensschichten.
'Wer alt genug ist zum Stehlen ist auch alt genug zum Sterben' ist eine zynische Zeitungsüberschrift im Zusammenhang mit dem Einbruch eines Jugendlichen in einen Supermarkt und seinem anschließenden Tod.
Wort des Jahres in Österreich 2009
Audimaxismus
Kuschelkurs
Ungustlvermutung
Unwort des Jahres
Analogkäse
Exiljude
Herkunftskriminalität
Spruch des Jahres
Reiche Eltern für alle!
Unspruch des Jahres
Wer alt genug ist zum Stehlen ist auch alt genug zum Sterben.
Audimaxismus
Kuschelkurs
Ungustlvermutung
Unwort des Jahres
Analogkäse
Exiljude
Herkunftskriminalität
Spruch des Jahres
Reiche Eltern für alle!
Unspruch des Jahres
Wer alt genug ist zum Stehlen ist auch alt genug zum Sterben.
Ein 'Kuschelkurs' politischer Parteien ist wohl ein typisch österreichisches Phänomen, auf jeden Fall wurde es zum einen der Wörter des zu Ende gehenden Jahres in Österreich gewählt. Die Unschuldsvermutung wurde zur Vorlage für eine Neubildung, die mit der Bezeichnung für einen unappetitilichen Menschen (Ungustl) gekreutzt wurde.
'Analogkäse' wurde zum Unwort gewählt, da es als Käse etwas bezeichnet, was gar kein Käse ist. Der 'Exiljude' war ein Begriff, der während der Wahlkampagne missbraucht wurde. Er verbindet zusammen zwei Wörter, die bei bestimmten Teilen der Bevölkerung negative Assoziationen hervorrufen. Automatische Verbindung der Kriminalität und der (fremden) Herkunft steht hinter der Zusammensetzung 'Herkunftskriminalität'.
'Reiche Eltern für alle!' wünschte ein während der Studentenproteste aufgehängtes Spruchband, anspielend dabei an die begrenzte Erreichbarkeit der Bildung für die niedrigen Einkommensschichten.
'Wer alt genug ist zum Stehlen ist auch alt genug zum Sterben' ist eine zynische Zeitungsüberschrift im Zusammenhang mit dem Einbruch eines Jugendlichen in einen Supermarkt und seinem anschließenden Tod.
Quelle: Der Standard: Österreichs Wort des Jahres wurde "Audimaxismus"
Österreichisches Wort des Jahres
Foto: Manfred Werner unter der Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0-Lizenz
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