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Ostrava/Ostrau im Januar 2011

Dienstag, 1. 2. 2011| Radim Sochorek| Dauerlink | Kategorie: Ostrava/Ostrau
Radim Sochorek
Nicht nur Wasser und Gas, sondern auch die Fahrkarten der Verkehrsbetriebe Ostrava wurden am Neujahrstag teurer: Die 15-Minuten-Fahrkarte kostet nun 14 CZK (0,56 €), die 60-Minuten-Fahrkarte 22 CZK (0,88 €), also um 1 Krone mehr als im Vorjahr. Dafür wurden die Passagiere im Januar in den öffentlichen Verkehrsmitteln wegen der Feinstaubbelastung mehrere Tage kostenlos befördert.

Straßenbahn im Smog
Smog: Kostenlose Personenbeförderung in öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Verkehrsbetriebe haben außerdem eine Neuigkeit eingeführt: eine Chipfahrkarte, welche die Verkaufsstellen dank Internetverkauf in den ersten Tagen des Monats entlasten sollen.

Seit dem Jahr 1945 besteht in Ostrava die technisch orientierte Hochschule für Bergbau, später Technische Universität. Im Jahr 1991 wurde die ehemalige Pädagogische Fakultät in die humanistisch orientierte Universität Ostrava transformiert. Es wurden aktuelle Pläne publiziert, wonach die beiden Universitäten in der Stadt fusionieren sollen, um eine bessere Stellung im tschechischen Bildungssystem zu erreichen und damit drohenden Finanzkürzungen für kleinere Hochschulen zu entgehen.

Vielleicht werden die Studenten der möglichen zukünftigen Großuniversität Vorlesungen in einer neuen Aula besuchen, die derzeit auf dem ehemaligen Industriegelände von Vítkovice (Witkowitz) im ehemaligen Gasometer entsteht. Das Projekt des Umbaus der Industriebrache umfasst auch einen neuen Universitätscampus.

Ein anderes großzügiges Projekt, das neue Stadtzentrum auf dem ehemaligen Kokereigelände Karolina, das täglich sichtbare Formen annimmt, geriet in Schlagzeilen, weil sich die ursprünglichen Pläne immer mehr als Luftschlösser zu erweisen scheinen: Anstatt eines neuen Viertels mit Geschäften, Büro- und Wohngebäuden konzentrieren sich die Bauaktivitäten auf den Bau eines riesigen Shoppingzentrums, und auf eine Fußgängerbrücke, eine der Dominanten von Karolina, die nach den Plänen einer prominenten Architektin entstehen sollte, wird verzichtet, stattdessen wird nur eine einfachere Brückenkonstruktion gebaut.

Ostrava ist in Tschechien der Vorreiter in Sachen Notdienste. Beim Anruf auf eine der Notrufnummern wurden bereits in der Vergangenheit die benötigten Dienste von einer Stelle benachrichtigt und koordiniert. Seit Januar ist in Ostrava eine neue Notrufzentrale im Betrieb.

Das beunruhigende Phänomen der Laserangriffe auf Flugzeuge hat Ostrava lange gemieden. Im Januar wurde ein erster solcher Fall registriert. Der Täter wurde nicht gefasst.

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Der Informationsservice aus der Welt zwischen zwei Sprachen wird seit 2005 in deutscher und tschechischer Mutation vom professionellen Dolmetscher und Übersetzer Radim Sochorek aus Ostrava (dolmetscher-ostrava.eu) für seine Kunden herausgegeben.

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