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Schwere Anfänge des Irischen in der EU

Dienstag, 16. 1. 2007| Radim Sochorek| Dauerlink | Kategorie: Welt der Sprachen
Radim Sochorek
Nach 34 Jahren der EU-Mitgliedschaft Irlands wurde die irische Sprache zum 1.1. 2007 als offizielle EU-Sprache anerkannt. Dieses außerordentliche Ereignis wollte Irland im Europäischen Parlament mit einer Antrittsrede feiern, die jedoch um eine unbestimmte Zeit verschoben werden muss, da innerhalb von 1,5 Jahren es den irischen Beamten nicht gelang, die geforderten neun Dolmetscher aufzutreiben, obwohl für sie längt die Finanzmittel genehmigt wurden.

Gaeltacht - Gebiet, wo Irisch als Erstsprache gesprochen wirdDas Irische hat es auch zu Hause alles andere als einfach, wo es zwar laut Verfassung die Landessprache Nummer eins ist, und seit der Unabhängigkeitserklärung 1922 ein Pflichtschulfach ist, doch verständigen sich fließend mit dieser keltischen Sprache nur 3 Prozent der Bevölkerung.

Bezeichnend ist, dass als im Vorjahr ein Schriftsteller versuchte, sich auf Rundreise durch Irland sich nur auf Irisch zu verständigen, er immer wieder auf unfreundliche Reaktionen seiner Mitbürger stieß, die sich dafür schämten, dass sie ihre Sprache nicht kannten.

Andererseits spielte er vor verschiedenen Kirchen als Straßenmusikant obszöne Lieder auf Irisch, wofür er immer mit ein Paar Münzen im Gitarrenkasten belohnt wurde.



LinkIrisch wird EU-Amtssprache
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