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Zukunft der französischen Sprache unsicher

Dienstag, 5. 4. 2011| Radim Sochorek| Dauerlink | Kategorie: Welt der Sprachen
Radim Sochorek
Mitgliedsstaaten der Frankofonie kritisierten die "katastrophale" Situation der Verwendung des Französischen in den EU-Institutionen, die zur Schwächung dieser romanischen Sprache beiträgt.

Es widerspiegelt sich auch im Schulunterricht: Zwischen den Jahren 2007 und 2010 ging in Europa die Anzahl der Französisch-Lernenden um 7 % zurück. In anderen Teilen der Welt stieg dagegen die Zahl der Französisch-Lernenden, zusammen um 13 %, davon am meisten im subsaharischen Afrika (um 31,5 %).

Französisch-Kenntnisse in der EU
Französisch-Kenntnisse auf Konversationsniveau in den EU-Staaten (2008)

In den EU-Institutionen werden nur noch 12 % der Texte auf Französisch verfasst, die meisten Beamten stammen nämlich aus Ländern, die kein Frankofonie-Mitglied sind. Es bestehen Befürchtungen, dass das Englische die einzige Verhandlungssprache wird, was weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft der französischen Sprache auf der ganzen Welt haben könnte, insbesondere in seiner Rolle als Zweitsprache. Bereits im Jahr 2008 erlitt das Französische einen großen Schlag, als an Schulen in Rwanda das Französische durch das Englische ersetzt wurde.

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